Case Study · anonymisiert

Zwei Standorte, drei Systeme pro Vorgang – und ein Plan

Ein mittelständischer technischer Großhändler, rund 70 Mitarbeiter, zwei Standorte: gewachsen über Jahrzehnte, erfolgreich im Markt – und ausgebremst von der eigenen Systemlandschaft. So lief die Transformation.

Auf Wunsch des Kunden sind Name, Detailbranche und eingesetzte Systemanbieter anonymisiert.

≈ 70
Mitarbeiter
2
Standorte
3+
Systeme je Geschäftsvorgang – vor dem Projekt

Ausgangslage

Erfolgreich – trotz der Systeme, nicht wegen ihnen

Die Infrastruktur stammte in Teilen noch aus den Anfangsjahren: veraltete Netzwerkstrukturen, erkennbare Sicherheitslücken, zwei Standorte ohne belastbare Anbindung. Darauf lief eine Landschaft aus Insellösungen – Lexware für die Buchhaltung, Excel für Aufträge und Kalkulation, Outlook als Kundengedächtnis.

Die Folge: Angebote, Aufträge und Kundendaten wurden mehrfach gepflegt. Jeder Vorgang wanderte durch mehrere Systeme, jede Übertragung war Handarbeit. Gleichzeitig stieg die Nachfrage der B2B-Kunden nach einer Online-Bestellmöglichkeit – doch ein Shop auf dieser Datenbasis hätte das Chaos nur vergrößert.

Vorgehen

Von den Geschäftszielen zur Architektur – in Etappen

  1. Geschäftsziele und Kernprozesse aufnehmen

    Am Anfang stand kein Systemvergleich, sondern ein Blick auf das Geschäft: Wo will das Unternehmen hin, welche Prozesse tragen den Umsatz, wo klemmt es täglich?

  2. Digitalisierungsroadmap erstellen

    Alle Maßnahmen wurden in eine Reihenfolge gebracht: erst das Fundament, dann die Prozesse, dann der Vertriebskanal – mit Festpreisen je Etappe.

  3. Netzwerk und Standortanbindung modernisieren

    Neuaufbau der Netzwerkstruktur an beiden Standorten und eine sichere, performante Standortvernetzung – die Voraussetzung für alles Weitere.

  4. Security und Backup neu strukturieren

    Neues Sicherheitskonzept mit zentralem Gateway, geregelte Berechtigungen, Backup mit getestetem Wiederanlauf – Betriebssicherheit statt Flickwerk.

  5. Telefonie auf VoIP umstellen

    Die Alt-Telefonanlage wurde durch IP-Telefonie ersetzt – Erreichbarkeit über beide Standorte hinweg, ohne eigene Parallel-Infrastruktur.

  6. Grundlage für Cloud-ERP mit CRM legen

    Prozessaufnahme, Datenbereinigung und Systemkonzept für ein integriertes Cloud-ERP mit CRM – Angebote, Aufträge und Kundendaten künftig aus einer Quelle.

  7. B2B-Shop ohne Doppelpflege planen

    Der künftige Vertriebskanal wurde so konzipiert, dass Produkt- und Kundendaten aus dem ERP kommen – keine zweite Pflege, kein neues Insel-System.

  8. Schulen und gestuft ausrollen

    Die Mannschaft wurde je Bereich geschult, der Umstieg erfolgte in Stufen – das Tagesgeschäft lief durchgehend weiter.

Ergebnisse

Weniger Handarbeit, mehr Überblick

Die Wirkung zeigte sich dort, wo vorher die Reibung saß: in der täglichen Auftragsbearbeitung.

≈ 60 %
weniger manuelle Doppelpflege von Angebots-, Auftrags- und Kundendaten

Kennzahl vor Veröffentlichung schriftlich bestätigen lassen (Arbeitswert, nicht freigegeben)

≈ 30 %
schnellere Bearbeitung vom Auftragseingang bis zur Auslieferung

Kennzahl vor Veröffentlichung schriftlich bestätigen lassen (Arbeitswert, nicht freigegeben)

Transparenz
Wesentlich besserer Überblick über Kunden und offene Vorgänge – Kennzahlen entstehen aus dem System, nicht aus Listen

Kundenzitat einholen – Freigabe durch Geschäftsführung des Kunden erforderlich

Geschäftsführer des Großhandelsunternehmens (Name anonymisiert)

Was dieses Projekt zeigt

Die Reihenfolge war der Hebel

Der Wunsch des Kunden war zunächst ein Online-Shop. Gebaut wurde er als letzte Etappe – denn ein Shop auf veralteter Infrastruktur und dreifach gepflegten Daten hätte die Probleme vervielfacht statt gelöst. Erst Fundament, dann Datenkern, dann Vertriebskanal: Genau diese Reihenfolge hat das Projekt planbar gemacht.

Wie diese Logik grundsätzlich funktioniert, zeigt die Leistungsübersicht – und wie sie in Ihrem Unternehmen aussehen könnte, klärt ein Transformations-Check.

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